Nutzung von Dächern für Aquapontic

Lea K. vor 7 Monaten

Aquapontic ist eine Methode um Gemüse und Fische in einem geschlossenen Kreislaufsystem zu züchten. Hier werden die Synergien zwischen Pflanzen, Tieren und Wasser besonders effizient ausgenutzt. Der Kreislauf ist schnell erklärt: Frischwasser sprudelt in die Bassins zu den Fischen, das verbrauchte Wasser wird mit den Fischexkrementen abgeleitet. Dieses Wasser enthält zwar giftiges Ammonium, wird aber mithilfe von Bakterien in Nitrat umgewandelt – was wiederum ein perfekter Dünger für Pflanzen ist. Die Idee wird weltweit seit Jahrzehnten verfolgt, teilweise sogar in kommerziell genutzten Anlagen: In Basel beispielsweise haben bereits die Urban Farmers auf einem Gebäudedach eine „rooftop Farm“ errichtet. Auch in Salzburg züchtet das Unternehmen frischfisch Fische und Gemüse.


Müssen so für ein Kilogramm Tomaten 180 Liter Grundwasser eingesetzt werden, braucht man mit Aquapontik nur 35 Liter und ein Fünftel der Fläche.

So können Lebensmittel regional hergestellt werden – und das mitten in der Stadt. Auf einer Fläche von 1.500 Quadratmetern lassen sich so jährlich 50 Tonnen Fisch und 5 Tonnen Tomaten, Gurken, Kräuter oder Salate produzieren.

Die Anlagen könnten beispielsweise auf alten Fabriksflächen oder Häuserdächern gebaut werden, was eine optimale Nutzung freier Flächen in der Stadt darstellt. Auch der kurze Transportweg ist bei Fisch und Gemüse einen maßgeblicher Qualitäts- und natürlich Frischefaktor, was weiter für Aquapontik spricht.

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